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WIE DAS SOZIALE UMFELD AUF UNSERE GESUNDHEIT WIRKT

Die Menschen unternehmen viel um sich und ihren Körper gesund zu halten. Sie reduzieren das Rauchen, trinken weniger Alkohol und ernähren sich gut. Jedoch werden gute soziale Beziehungen zu Freunden, Familie oder in der Partnerschaft oftmals vernachlässigt. Die Zahl der Singlehaushalte steigt zusehends. Dabei ist hier der Fokus natürlich auf "Einsamkeit und Isolation" gelegt. Die Tatsache, dass man Single ist, bedeutet schließlich nicht, dass man gleichzeitig auch einsam sein muss.
Fakt ist, dass Einsamkeit und Isolation auf Dauer krank machen können.
Das wurde bereits in verschiedenen Studien festgestellt. Zum Beispiel konnten Wissenschaftler von der Brigham Young University in Utah, indem sie 148 Studien mit Daten von 308.000 Menschen aus westlichen Ländern zum Sterberisiko ausgewertet haben, Folgendes feststellen.
Einsamkeit und ein Mangel an sozialen Beziehungen können für die Gesundheit ebenso schädlich sein, wie beispielsweise das Rauchen von ca. 15 Zigaretten täglich. Es sei sogar doppelt so schlimm wie Fettleibigkeit.
Verfügt man hingegen über ein gutes soziales Netzwerk, kann man das Sterberisiko bereits um die Hälfte verringern. Im Schnitt wurden die Studienteilnehmer über einen Zeitraum von ca. 7,5 Jahren beobachtet. Die beobachteten Effekte blieben auch bestehen, wenn man Alter, Geschlecht und den sozialen Status, etwa den Beruf, berücksichtigt. Diese Tatsache macht den Zusammenhang von sozialem Umfeld und Sterblichkeit altersunabhängig. Allerdings wurde in den Studien lediglich geprüft, ob die Teilnehmer "integriert" waren. Hätte man sich auch die Qualität der Beziehungen angeschaut, wäre der Effekt vermutlich noch wesentlich größer gewesen.

UMGEBE DICH MIT MENSCHEN, DIE DIR GUT TUN
Wer jetzt aber einfach losrennen sollte, um wahllos irgendwelche Leute zu daten, könnte dabei den typischen Miesepetern begegnen. Diese gilt es natürlich zu erkennen und gegebenenfalls auszusortieren. Versucht euch primär mit Leuten zu umgeben, die euch "gut" tun. Energieräuber gibt es leider viel zu häufig und so hart es klingen mag, ist es manchmal besser diese einfach links liegen zu lassen, um sich den schöneren Dingen des Lebens zu widmen. Sollten sich die "Miesepeter" allerdings häufen, dann lohnt es sich zu prüfen, wie ihr in Resonanz zu diesen steht. Nicht selten zieht man immer denselben Typ Mensch an. Das liegt möglicherweise an Erfahrungen aus der Vergangenheit und den damit verbundenen Gewohnheiten. Es ist also eine Frage der inneren Ausrichtung, welche Menschen man in sein Leben lassen möchte.

DER MENSCH ALS SOZIALES WESEN
Die Menschen sollten auf jeden Fall nicht einsam sein. Sie sind auf Beziehungen angewiesen, lieben den Gedankenaustausch und die Zuneigung oder den Trost und das Verständnis in schwierigen Momenten.
Im Zuge des modernen Lebenswandels der westlichen Kulturen geraten soziale Kontakte leider immer mehr ins Hintertreffen und lässt die Menschen zu Einzelgängern und Eigenbrödlern werden.
Die Wichtigkeit von sozialen Kontakten als Baustein zu Therapieansätzen sind bei Gesundheitsbehörden oder in der Öffentlichkeit noch weitestgehend unbekanntes Terrain. Hier ist ein Umdenken dringend erforderlich. Das soziale Umfeld sollte von den Medizinern ebenso als Kriterium mit einbezogen werden, wie beispielsweise der Konsum von Tabak, Ernährung oder Sport.
Soziale Kontakte können das Immunsystem stärken und vor Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen, samt ihren körperlichen Folgen, schützen. Ist man unter guten Freunden verbessert sich der Umgang mit Stress und das wiederum stärkt Herz und Kreislauf. Es macht also absolut Sinn sein soziales Netzwerk zu pflegen, um sich somit die Aussichten auf ein gesünderes- und vor allem glücklicheres Leben zu verbessern.

FACEBOOK & CO - FLUCH ODER SEGEN?
Es ist nicht verwunderlich, dass einschlägige Onlineportale und soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook, Twitter & Co Hochkonjunktur haben. Schließlich haben die Menschen jetzt auch virtuell die Möglichkeit sich mit ihren Freunden zu vernetzen um Neuigkeiten, Erfahrungen, Fotos, etc. miteinander zu teilen. Aber bei all dem Hype gibt es natürlich auch eine Kehrseite. Mittlerweile ist es sogar erwiesen, das derartige Netzwerke ein gefährliches Suchtpotenzial besitzen. Depressionen sind hier keine Seltenheit. Dazu gibt es auch immer wieder aufflammende Diskussionen zum Thema Datenschutz.
Mittlerweile werden die Zusammenhänge dahingehend untersucht, ob eine extreme Nutzung solcher Portale auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnte. Schließlich steht man plötzlich unter einer permanenten Überwachung seiner Mitstreiter (sofern man es zulässt). Das kann zuweilen auch in Stress ausarten. Es macht also durchaus Sinn sein persönliches Surfverhalten auch in dieser Richtung gelegentlich zu reflektieren.

Peter war selbst einige Jahre exzessiver Nutzer einschlägiger Social Media Portale, bevor er sich entschied, zumindest privat radikal aus diesem Strudel zurückzuziehen. Es ist nebenbei eine Höllenarbeit wenn man ein paar Jahre soziale Identität auszumisten hat. Auf einen Schlag hatte er mehr Zeit zur Verfügung. Dazu wurde sein Leben plötzlich um einiges an Komplexität erleichtert. Er musste sich keine Sorgen mehr darüber machen, ob er auf Partys überhaupt noch etwas Neues zu erzählen hatte, da das meiste eh im Social Web zu finden war. Diese wiedererlangte Freiheit war und ist ein herrliches Gefühl.

"Dass fehlende soziale Beziehungen ein Risikofaktor für einen frühen Tod sind, ist weder bei Gesundheitsbehörden noch in der Öffentlichkeit bekannt genug", meinen die Wissenschaftler, die ihre Daten im Journal "Plos Medicine" veröffentlichen. Sie fordern daher ein Umdenken: Ärzte und andere Gesundheitsexperten sollten das soziale Umfeld ebenso ernst nehmen wie Tabakkonsum, Ernährung und Sport.
Positiver Effekt unabhängig vom Alter
Einige Studien hätten gezeigt, dass Kontakte auch das Immunsystem stärken.
Jede Art, das soziale Umfeld zu verbessern, werde sowohl die Überlebensfähigkeit als auch die Lebensqualität verbessern, schließen die Autoren. Gesundheitsvorsorge sollte daher auch das soziale Befinden betrachten, Mediziner sollten Sozialkontakte und Kliniken soziale Netzwerke für Patienten fördern. "Beziehungen erachten wir als Menschen für selbstverständlich", sagt Studienautor Smith. "Wir sind wie Fische, die das Wasser gar nicht bemerken. Diese Kontakte sind jedoch nicht nur psychologisch wichtig, sie wirken sich auch direkt auf unsere Gesundheit aus."
DPA/lea / DPA
Psyche und Gesundheit        Einsamkeit schadet genauso wie Rauchen
Wofür sind Freunde gut? Ganz einfach: Sie bereichern nicht nur das Leben - sie verlängern es auch. In einer Studie mit Daten von über 300.000 Menschen haben Forscher herausgefunden, dass Einsamkeit für die Gesundheit genauso schädlich ist wie Rauchen.
Der Mensch ist ein soziales Wesen. Freundschaft, Gespräche, Liebe, Geborgenheit - all das funktioniert nur im Austausch mit anderen. Nur zu zweit kann sich der Mensch fortpflanzen, nur als Gemeinschaft kann er Zivilisationen hervorbringen. Doch das moderne Leben der industrialisierten Länder hat die Beziehungsgeflechte der Menschen nachhaltig verändert - und bringt immer mehr Einzelgänger hervor.
Sich vollkommen allein zu fühlen, ist eines der erdrückendsten Gefühle überhaupt. Das kann Depressionen und andere psychische Erkrankungen auslösen. 140 Studien mit Daten von mehr als 300.000 Menschen vor allem aus westlichen Ländern haben die Forscher analysiert und daraus das Sterberisiko statistisch errechnet. Das Ergebnis war eindeutig: Die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöht sich gegenüber sozial weniger aktiven Menschen um 50 Prozent, wenn man einen guten Freundes- und Bekanntenkreis hat.
Den größten Effekt auf die Sterblichkeit hatte die allgemeine soziale Integration - am wenigsten war ausschlaggebend, ob die Menschen alleine oder mit anderen zusammenlebten. Die Forscher glauben, dass sich das soziale Umfeld mitunter deshalb auf die Gesundheit auswirkt, weil man als sozial aktiver Mensch ein höheres Verantwortungsbewusstsein habe.
"Wenn jemand mit einer Gruppe sozial vernetzt ist und sich auch für andere Menschen verantwortlich fühlt, überträgt sich dieses Gefühl auch auf einen selbst", sagt Holt-Lunstad. "Man passt besser auf sich auf und geht weniger Risiken ein." Es gäbe durchaus mehrere Möglichkeiten, wie Freunde und Familie die eigene Gesundheit beeinflussen könnten, sagt Holt-Lunstad. Einige Studien hätten beispielsweise gezeigt, dass Kontakte das Immunsystem stärken.
"Die Idee, ein schwaches soziales Umfeld als Risikofaktor für Sterblichkeit zu betrachten, wird von den meisten Gesundheitsbehörden und der Öffentlichkeit noch nicht anerkannt", schreiben die Wissenschaftler in einer Zusammenfassung ihrer Analyse. Jetzt fordern sie ein Umdenken.
Weil der Zusammenhang von sozialem Umfeld altersunabhängig sei und nicht nur ältere Menschen betreffe, sollten Ärzte nicht nur einen Blick auf das Umfeld Älterer werfen, meinen die Autoren. "Beziehungen sind in jedem Alter wichtig und verbessern die Gesundheit", sagt Smith. Jede Art, das soziale Umfeld zu verbessern, werde sowohl die Überlebensfähigkeit als auch die Lebensqualität steigern, schließen die Autoren. Gesundheitsvorsorge sollte daher auch das soziale Befinden betrachten, Mediziner sollten Sozialkontakte und Kliniken soziale Netzwerke für Patienten fördern.
Der Studienautor warnt auch davor, die neueren Kommunikationsmöglichkeiten in Zeiten des Internets und der modernen Technologie als Ersatz für ein echtes soziales Netzwerk zu sehen. "Für den Menschen sind Beziehungen eine Selbstverständlichkeit", sagt Smith. "Wir sind wie Fische, die das Wasser gar nicht bemerken."
cib/dpa

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